Gegeninformation macht Diskussionsangebote in Köln-Bonn.

Wir diskutieren regelmäßig über Themen aus Politik und Ökonomie. Grundlage unserer Termine sind in erster Linie Diskussionsbeiträge aus der Politischen Vierteljahreszeitschrift Gegenstandpunkt (siehe unter: „Links“). In unregelmäßiger Folge bieten wir auch öffentliche Vortrags- und Diskussionsveranstaltungen an (siehe unter: „Veranstaltungen“). Nächste Veranstaltung am Donnerstag, dem 19. Dezember  2019:  Die Digitalisierung des Kapitalkreislaufs (Fortsetzung der Diskussion vom 5.12.). Danach macht Gegeninformation Weihnachtspause.

.

 

Kontakt
Wer sich für Diskussionsangebote im Raum Rhein-Ruhr interessiert, kann sich in einen Newsletter eintragen, der von Gegeninformation verschickt wird. Adresse bitte melden unter: info[at]gegeninformation.info (mit der Angabe „Bestellung Newsletter“). Dorthin sind auch sonstige Anfragen zu richten, die an Kontakten nach Köln oder Bonn interessiert sind.

 

Aktuelle Schwerpunkte

Rechte Parolen. In Deutschland und anderswo werden rechte Parolen geschrien, die ihre anti-rechten Gegner für abscheulich, aber irgendwie auch für unkritisierbar halten. Nicht wenige lehnen die Auseinandersetzung mit ihnen sowieso ab und halten schon den Versuch einer Widerlegung für sinnlos. Beides ist verkehrt. Wenn aufgebrachte Deutsche „Die kriegen alles, wir kriegen nichts“ anprangern und in der tiefen Überzeugung „Wir sind das Volk!“ dafür sorgen wollen, dass „Deutschland Deutschland bleibt“, werden uns trotz eingehender Prüfung ihre Argumente für den Segen einer ausländerfreien Heimat, in der ansonsten die Konkurrenz um Gelderwerb unter der Aufsicht einer starken öffentlichen Gewalt ungestört ihren Gang geht, einfach nicht plausibel. Nicht besser steht es um die anti-rechten Parolen, die bzw. deren Vertreter „laut“, „bunt“ und „mehr“ sein wollen, um den rechten Spuk zu vertreiben. In ihren Einwänden – die mit lauter Bekenntnissen zur alternativen weltoffenen Heimatliebe aufwarten – haben wir trotz aller Mühe weder überzeugende Beiträge gegen ihre Antipoden noch für die sorgenvolle Anteilnahme an der demokratischen Kultur des Gemeinwesens entdecken können.

Imperialistische Weltordnung. Sanktionen kennt der politisch mitdenkende Deutsche – bislang – als „Maßnahmen“, die der eigene Staat im Verein mit anderen verhängt: gegen auswärtige Gewalten, denen man Verstöße gegen Ordnung und Moral der zwischenstaatlichen Verhältnisse nachsagt; als Einschränkungen auf dem Gebiet des freizügigen Verkehrs von Waren und Geld, Kapital und Personen, wie er sonst und bis zur Sanktionierung auch für die betroffene Nation gilt; als ein Vorgehen, das diese unter Druck setzen und so zur Änderung ihrer Politik nötigen soll. Dass es sich hier um erpresserische Gewaltakte handelt, die ungefähr von gleicher Art sind wie die (zum Vorwurf gemachten)Verstöße gegen die internationale Geschäftsordnung verschwindet in der politischen Wahrnehmung der sanktionierenden Länder hinter dem Rechtsbewusstsein, mit dem sie verhängt werden – Taten zum Schutz der zwischenstaatlichen Ordnung gelten als Rechtsakte und brauchen sich ihre Übergriffigkeit nicht vorhalten zu lassen –, sowie hinter dem zivilen Charakter des Vorgehens – solange „die Waffen schweigen“, gilt die gerechte Schädigung anderer Nationen nicht als Gewalt in dem Sinn, wie die sanktionierenden Staaten sie ja durchaus auch anwenden könnten. Dass Sanktionen gleichwohl als erpresserische Gewaltakte gemeint sind und vom mitdenkenden öffentlichen Selbstbewusstsein der sanktionierenden Staaten auch so gewusst und gewürdigt werden, wird spätestens an der Frage klar, die solche „Maßnahmen“ stets begleitet: der Frage nach ihrer Wirksamkeit. Unter dem Gesichtspunkt erscheint der „Verzicht“ auf direkten Zwang als Schwäche. Siehe dazu den Artikel in Gegenstandpunkt Nr. 4/18 sowie das Münchner Jour-Fix-Protokoll vom 18.2. 19 auf der Website des Gegenstandpunkts: www.gegenstandpunkt.com.

Europas Gründungsmächte konkurrieren um die Führung. Die Anführer des Projekts „Weltmacht Europa“ sehen sich einerseits nur noch mehr genötigt, es in seiner zielstrebig antiamerikanischen Stoßrichtung zu vollenden. Andererseits sind auch und gerade sie mit dem Widerspruch, für eine kollektive Weltmacht ihre nationale Eigenständigkeit in ihr imperialistisches Großprojekt zu investieren und zu integrieren, überhaupt nicht fertig – dies die Sache, von der das Aufleben eines europakritischen bis -feindlichen „Populismus“ sogar in Deutschland Zeugnis gibt. Das führt, weil da imperialistische Mächte unter sich sind, unvermeidlich zu einem Streit ums „Wie“, der in Wahrheit einer ums „Was“, „Wer“ und – wegen des fundamental widersprüchlichen Charakters dessen, was sie da vorhaben – „Ob überhaupt“ ist. Seit geraumer Zeit mischt sich in diesen Streit der beiden Führungsmächte um die „Zukunft Europas“ – als Dritter im Bunde – auch noch die EU-Gründungsmacht Italien ein, während sich die osteuropäischen Staaten als „renitente Zöglinge“ erweisen.

Menü schließen